Mittwoch, 23. Mai 2012

Zahlen und Fakten zu Singapur

Achtung...wer sich in der Schule immer im Geschichtsunterricht lieber mit Käsekästchen spielen abgelenkt hat...sollte diesen Teil einfach überspringen!

Ursprünglich trug Singapur den javanischen Namen Temasek- Insel am Meer.1819 gründete Sir Thomas Stamford Raffles (nach ihm wurde auch das berühmte Raffles Hotel benannt), Agent der Britischen Kompanie, am alten Handelssitz Singapur die erste Niederlassung. Daher wird er als Gründer des modernen Singapur betrachtet. 1824 hatte die Kompanie die gesamte Insel vereinnahmt und bald wuchs die Bedeutung Singapurs als Umschlaghafen für den Handelsweg zwischen China und Europa. Auch Singapur wurde vom Krieg nicht verschont..So marschierte die Japanische Armee in Malaysia ein und umzingelten die Insel, dies wurde bekannt für die "Schlacht um Singapur". Wie wichtig Singapur für die Alliierten war, kann man vielleicht an dem Satz „Surrender is out of the question“ von Winston Churchill erahnen. Im großen und ganzen- eine ziemlich hässliche Schlacht mit einer menge Opfer und dem Ende, dass die Alliierten unter der Führung von Lt. General Arthur Percival am 15. Feb. 1942 kapitulierten.

Kurz darauf , 1945 würde Singapur an die Briten zurück gegeben und wurde 1959 eine selbstregierende Kronkolonie. Hierauf folgte auch die Wahl des ersten Premierminister; Lee Kuan Yew- der mit einer beachtlichen Amtszeit von 31 Jahren und jeder menge Erfolge wie- die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit, den Lebendstandard erhöht und Singapurs Wirtschaftstraft gestärkt und vielleicht den wichtigsten Punkt...der Sprung von einem Entwicklungsland zur Industrienation ermöglicht hat.
Im Herbst 1964 kam es zu heftigen Unruhen zwischen chinesischen und nicht-chinesischen Einwohnern. Dies hatte zur Folge, dass Singapur 1965 aus der Föderation der "Tiegerstaaten" ausgeschlossen wurde und von Malaysia am 9. August 1965 als eigenständige Nation anerkannt wurde- heutiger Nationalfeiertag.


Der Name Singapur selbst, entstammt dem Sanskrit und setzt sich aus „Singha“ für Löwe und „Pura“ für Stadt zusammen. Der Legende nach, flüchtete der hinduistische Prinz Sumatra im vierzehnten Jahrhundert nach Singapur, um sich dort vor politischen Wirren zu schützen. Im dichten Dschungel soll er einen Tiger gesehen haben, weshalb er die Region fortan Singha Pura nannte. Das Wahrzeichen Singapurs ist seit dem Jahr 1964 der Merlion, ein Fabelwesen mit einem Löwenkopf und einem Fischkörper. Der Löwenkopf symbolisiert Stärke und Furchtlosigkeit, der Fischkörper den Ursprung aus und die Verbundenheit mit dem Meer.

Die Republik Singapur ist ein Insel- und Stadtstaat. Bezahlt wird hier mit Singapur Dollar (1 Euro=1,6020 Singapur-Dollars am 24.05.2012). Singapur hat eine Fläche von 712,4 km² und eine Einwohnerzahl von 5.076.700 (Stand 23.5.12). Da Singapur recht "klein" ist (vergleichtbare Größe mit Hamburg) sucht die Regierung immer wieder neue Ideen der Landgewinnung. So werden zum Beispiel Erdaushub aus Nachbarstaaten oder aus dem Meeresboden dazu benutzt, die Fläche zu vergrößern. Dadurch stieg die Landfläche von 581,5 km² in den 1960er Jahren auf heute 710,2 km² und soll bis 2030 noch um etwa 100 km² (800 km²) wachsen. Singapur ist in 5 Regionen (Central, North, South, West, East) und 28 districts eingeteilt.
Amtssprache ist Malaiisch wobei eigentlich überall Englisch gesprochen wird. Na oder eher "Singlish"...eine witzige Mischung aus Englisch mit chinesischen Zügen. Das Klima ist vielleicht nicht jedemans Sache, aber wer auf Tropisches Wetter mit täglich um die 30°C steht, ist hier genau richtig ;)
Falls es dann doch mal regnen sollte, ist das nicht etwa wie in "Good old Germany" Stunden oder Tagelang....nein wenn dann schüttet es für paar Minuten so richtig und dann folgt wieder strahlender Sonnenschein. Besonders zwischen Oktober und Februar kann es schon mal zu heftigen Monsun Regenfällen kommen.

Singapur ist in vielerlei Hinsicht Multikulti. So ist der Name "Little India" und "Chinatown" der Stadtteile auch Programm. Gerade die Bute Mischung der Bevölkerung macht es möglich, hier viele Kulturen und auch Religionen kennenzulernen. So kommt es dann schon mal vor, das ein Hindutempel ganz in der nähe einer Katholischen Kirche steht.






Es gibt viele Geschichten und Gerüchte darüber wie streng Singapur sein soll...und ja es stimmt :)
Es gibt da so ein Sprichwort: „Singapore is a fine city“ was eher ein Wortwitz ist..da fine im englischen nicht nur "schön" sondern auch "Geldstrafe" bedeutet.
Hier ein paar Beispiele:
  • Der Verkauf von Kaugummi war von 1992 bis Mai 2004 absolut verboten. Die private Einfuhr zum Eigenkonsum war davon allerdings nie betroffen. Mittlerweile ist der Verkauf von Kaugummi zwar gestattet, jedoch weiterhin stark eingeschränkt. Der Käufer muss ein Rezept und seinen Personalausweis vorzeigen. Falls der Apotheker es versäumt, den Namen des Käufers aufzuzeichnen, kann gegen ihn eine Geldstrafe von 3.000 SGD verhängt werden.
  • Das mit dem Rauchen ist auch so eine Sache...nicht nur das Zigaretten super Teuer sind nein- Es herrscht generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, öffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants sowie in Personengruppen mit mehr als fünf Personen (zum Beispiel bei Warteschlangen). Seit dem 1. Juli 2007 ist auch das Rauchen in Bars und Diskotheken nicht mehr gestattet. Im Außenbereich von Bars und Restaurants gibt es Raucherzonen, in Diskotheken Raucherräume. Besonders witzig finde ich diese (ich nenne sie so) "Smoking Points" auf der Orachard Road, die sind alle gefühlte 3 km auf dem Boden aufgezeichnet und man sieht Massen an Menschen sich um einen Aschenbecher drängen...Ach und nicht zu vergessen, Singapur ist das einzige Land in dem Zigaretten nicht duty free eingeführt werden darf. Die Geldstrafe für die Einfuhr einer Stange Zigaretten beträgt das zehnfache des Preises innerhalb Singapurs (derzeit 110 SGD, folglich 1100 SGD, also rund 550 Euro). Selbst wenn man eine angebrochene Schachtel mit sich trägt, darf diese maximal 17 Zigaretten beinhalten.
  • Wer nach dem Toilettengang in Öffentlichen Räumen nicht richtig spült, wird bestraft!Oder sogar auf die Idee kommen sollte, sich im Fahrstuhl zu erleichtern...noooop- verboten!
  • Besonders was das Thema Drogen angeht, sind die Strafen in Singapur sehr streng- Thema Todestrafe.
  • Wer der Meinung ist, sich in Form von Graffiti künstlerisch zu verewigen wollen...der wird den Bambusstock zu spüren bekommen!
  • Wer Nachweislich beim Lügen erwischt wird, kann mit Strafen ähnlich wie Betrug geahndet (2.000 bis 10.000 SGD) rechnen. Zusätzlich darf man auch hier Bekanntschaft mit dem Rohrstock machen. Üblicherweise liegen die Strafen bei der sog. „Lügerei“ bei 3–8 Schlägen.
  • Last but not least..Sexuelle Praktiken, die von der Regierung als „unnatürlich“ angesehen werden, sind illegal und dazu zählt auch jede Form von homosexuellem Sex. Erst im Oktober 2007 wurde Oral- und Analverkehr für heterosexuelle Personen ab 16 Jahren legalisiert....Ähh gut, nun wissen wir das auch!Ach passend dazu, der Playboy ist natürlich auch verboten!Die Singapurische Gesellschaft sei noch nicht für die freizügigen Fotos bereit. hmmmmhmmm 


Autofahren, ja oder nein?!
Links Verkehr ist hier wohl das kleinste Problem. Wenn man dann einen internationalen Führerschein besitzt, kann man sich dann auf das Abenteuer, Autofahren auf Singapur Starten!Um auf Singapur überhaupt erstmal potenzieller Autokäufer zu sein, muss zuerst eine Berechtigung “Certificate of Entitlement“ ersteigert werden. Diese Lizenzen werden in einem Bieterverfahren ersteigert und verfallen dann aber auch wieder nach zehn Jahren.Dies ist ein wirksames Instrument, um die Anzahl von Pkw´s in Singapur zu begrenzen. Der Import von Kraftfahrzeugen ist mit Abgaben von teilweise über 200 Prozent besteuert. Ach und wer hier noch immer noch nicht aufgegeben hat, wird sich sicher über diverse andere Ausgaben wie- Maut, Benzin usw. freuen! So und wenn man sich dann entschieden hat das alles auf sich zu nehmen, sollte man sich über das anschaffen eines Fahrzeuges Gedanken machen. Wagen der Mittelklasse so wie wir sie kennen, sind in Singapur Prestige und kosten das 2 Fache wie bei uns. Dann ebend ein altes Modell!?Gerne, da hat sich die Regierung auch was tolles einfallen lassen. Für Auto die älter wie 10 Jahre sind..gibt es eine Sondersteuer...toll!
Fazit: Autofahren in Singapur.....eher nein!


Daher auch die super Überleitung- Öffentliche Verkehrsmittel.
Also ich muss gestehen, das wir in den paar Tagen Singapur nur das Taxi vom Öffentlichen Verkehrsnetz kennen gelernt haben. Aber da wir vorhaben dort zu wohnen und ja auch irgendwie zur Arbeit kommen müssen, werden wir das wohl bald selber testen können! So vom Hörensagen kann man aber davon ausgehen, das es ein super Verkehrsnetz gibt und man ganz einfach und preisgünstig von A nach B kommt.
Was ich aber sagen kann, das Taxifahren im Gegensatz zu Deutschland spottbillig ist!

Memo an mich: Was bei der Wahl der Codo bedacht werden sollte,ist die Nähe zu einer MRT!




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